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Einlagensicherung? - kurz erklärt

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Was ist die Einlagensicherung?

Unter dem Begriff Einlagensicherung ist sowohl die gesetzliche als auch die freiwillige Maßnahme von Banken und Kreditinstituten zu verstehen, wodurch die Einlagen, also das Kapital der Kunden, im Falle einer drohenden Bankeninsolvenz geschützt werden. Hierbei haben die zahlreichen Kreditinstitute sehr unterschiedliche Möglichkeiten, um entsprechende Maßnahmen zu treffen.

Eigenkapitalvorschriften

Grundsätzlich muss jede Bank und jedes Kreditinstitut versuchen, dass die eigene Insolvenz vermieden wird, damit auch die Einlagen der Kunden sicher sind. Selbstverständlich gibt es hierzu auch entsprechende Vorschriften im so genannten Kreditwesengesetz, welche das Eigenkapital einer Bank betreffen. Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass die Bank im Falle von Finanzproblemen noch über ausreichend Vermögen verfügt, um den Kunden ihr Kapital auszuzahlen.

Gegenseitige Haftung innerhalb von Bankengruppen

Nicht selten reichen diese Vorschriften der Eigenkapitalsicherung nicht aus, damit eine Insolvenz auch tatsächlich verhindert werden kann. In einem solchen Fall kommt die nächste Stufe der Einlagensicherung zum Tragen und zwar über die Haftung in der Bankengruppe. Dies bedeutet, weil viele Banken und Kreditinstitute Teil von Gruppen und Konzernen sind, gelten formelle oder informelle Haftungsregeln. Droht einem Kreditinstitut also die Zahlungsunfähigkeit, dann wird dieses Finanzinstitut über die Haftung innerhalb der Gruppe aufgefangen.

Die gesetzliche Einlagensicherung

Um die Einlagen der zahlreichen Bankkunden entsprechend zu schützen, hat in vielen Ländern auch der Staat gesetzliche Regelungen getroffen. So wird beispielsweise in Deutschland die gesetzliche Einlagensicherung über das so genannte Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz geregelt, so dass 100 Prozent des Kapitals geschützt sind, aber maximal bis zu 100.000 Euro. Dieser gesetzlichen Einlagensicherung sind allerdings keine Banken unterworfen, welche ihren Hauptsitz nicht in Deutschland, sondern im Ausland haben und deutschlandweit nur Niederlassungen betreiben.

Freiwillige Einlagensicherung

Mit einer solchen freiwilligen Einlagensicherung soll dem Kunden mehr Sicherheit als durch die gesetzlichen Mindestanforderungen für sein Kapital geboten werden. Aus diesem Grund richten die Bankenverbände in Deutschland so genannte Einlagensicherungsfonds ein, welche allerdings den Sockelbetrag der gesetzlichen Einlagensicherung berücksichtigen. Dies bedeutet, greift der gesetzliche Schutz nicht, dann wird auch der Kapitalbetrag von der freiwilligen Einlagensicherung der Bank nicht ersetzt.

Was ist Einlagensicherung beim Tagesgeld?

Ein Tagesgeldkonto stellt in der Regel die sicherste Anlageform dar und kann vor allem mit überdurchschnittlich hohen Zinserträgen punkten. Für den Kunden ist ein solches Tagesgeldkonto allerdings auch interessant, weil er von der Einlagensicherung profitiert und er sein Kapital somit bedenkenlos anlegen kann. In der Regel ist eine entsprechende Einlagensicherung bei fast jeder deutschen Bank vorhanden, denn zumeist sind die Banken Mitglied im Einlagensicherungsfonds ihres Branchenverbandes. Somit kann eine Sicherungsgarantie des Kapitals von Fest- und Tagesgeld, aber auch von Girokonten gewährleistet werden.

Nicht selten bieten die Tagesgeldanbieter eine Sicherheit in unbegrenzter oder zumindest ausreichender Höhe an, was für den Anleger von besonderer Wichtigkeit ist, denn außerhalb des Einlagensicherungsfonds besteht lediglich eine Sicherung bis zur gesetzlichen Haftungsgrenze. Grundsätzlich besteht in Deutschland bei der Anlage von Tagesgeld kein Risiko bezüglich der Einlagensicherung, allerdings ist dennoch jedem Anleger ein entsprechender Anbietervergleich zu empfehlen. Vergleichsmöglichkeiten findet der Interessierte kostenfrei im Internet und er kann somit sicher gehen, dass das gewünschte Finanzinstitut auch Mitglied eines Einlagensicherungsfonds ist, damit er sein Kapital auch beruhigt und sicher anlegen kann.

Fachbegriff erklärt

Effektiver Jahreszins

Der effektive Jahreszins wird in Prozent angegeben und ermöglicht dem Verbraucher einen objektiven Vergleich der tatsächlich erwirtschafteten Verzinsung.

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