Tagesgeld Spiegel

Warum Tagesgeld ? - kurz erklärt

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Was ist Tagesgeld?

Hierbei handelt es sich um eine Geldanlage, bei welcher der Anleger für eine unbestimmte Zeit sein Kapital anlegt und zwar mit einer täglichen Verfügbarkeit. Tagesgeld unterscheidet sich somit deutlich vom bislang bekannten Festgeld, denn hierbei muss der Anleger für eine festgesetzte Laufzeit sein Geld fest anlegen. Ein Tagesgeldkonto eignet sich besonders als Ansparplan, denn der Verbraucher kann monatlich oder je nach Belieben einen frei wählbaren Betrag auf dieses Konto überweisen. Im Grunde genommen kann ein Tagesgeldkonto mit einem herkömmlichen Girokonto verglichen werden, denn auch hier erfolgt eine so genannte Guthabenverzinsung. Dennoch gibt es einen entscheidenden Unterschied, denn das Tagesgeldkonto kann im normalen Zahlungsverkehr nicht genutzt werden. Der Kontoinhaber kann lediglich zu jedem Zeitpunkt von seinem Tagesgeldkonto Geld auf das so genannte Referenzkonto überweisen, welches in der Regel das aktuelle Girokonto darstellt.

Zinsen beim Tagesgeldkonto

Die Nachfrage nach Tagesgeldkonten steigt jährlich an, so dass aufgrund der Wettbewerbssituation die Finanzunternehmen immer höhere Zinsen für Tagesgeld gewähren. In der Regel liegt der durchschnittliche Zinssatz zwischen 1 und 3 Prozent, wobei speziell Neukunden mit deutlich besseren Zinsen rechnen können, welche dann allerdings oftmals nur für einen bestimmten Zeitraum garantiert werden. Grundsätzlich können die Finanzunternehmen keinen festen Zinssatz garantieren, denn die Verzinsung von Tagesgeldkonten erfolgt variabel und orientiert sich weiterhin an den aktuellen Marktzinsen. Dies bedeutet, dass der Tagesgeldzins zu jedem Zeitpunkt und ohne jegliche Ankündigung gesenkt werden kann. Der Kontoinhaber hat dann jedoch die Möglichkeit, dass er sein Kapital kurzfristig auf ein besser verzinstes Tagesgeldkonto umschichtet, denn jeder Anleger kann mehrere Tagesgeldkonten zeitgleich unterhalten. Experten sprechen bei dieser Vorgehensweise vom so genannten Tagesgeld Hopping. Steigen hingegen die Zinsen an, so kann der Verbraucher von einer deutlich hohen Rendite profitieren. Jedem Anleger ist prinzipiell ein Tagesgeld Vergleich zu empfehlen, welcher sich am einfachsten im Internet gestaltet. Auf diesem Weg werden viele verschiedene Angebote gleichzeitig miteinander verglichen und dem Interessierten detailliert aufgelistet. Mit einem solchen Vergleich kann der Anleger sicher sein, dass er auch zukünftig von einem Tagesgeldkonto profitiert, welches seinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen gerecht wird und gleichzeitig am besten verzinst wird. Für eine gute Rendite sind allerdings nicht nur die Zinsen ausschlaggebend, sondern auch der jeweiligen Zinsauszahlungszeitraum, denn je häufiger das Kapital verzinst wird, desto mehr profitiert der Anleger vom so genannten Zinseszinseffekt. Mittels eines Tagesgeld Rechners kann der Anleger jederzeit die bestmögliche Rendite einsehen, welche dann auf die geplante Laufzeit und den angelegten Betrag abgestimmt wird. Tagesgeld Rechner sind ebenfalls online zu finden und sie berücksichtigen nicht nur die Zinsen, sondern auch die Häufigkeit der Zinsausschüttung, spezielle Neukundenangebote und auch zeitlich begrenzte Zinsaktionen. Vergleichsmöglichkeiten und Tagesgeld Rechner stehen dem Interessierten grundsätzlich kostenfrei und ohne Anmeldung zur Verfügung.

Die Kosten für ein Tagesgeldkonto

Tagesgeldkonten können sowohl bei den Filialbanken als auch bei den so genannten Online- oder Direktbanken eröffnet werden. Hierbei handelt es sich um Finanzunternehmen, welche ihre Finanzgeschäfte ausschließlich über das Internet abwickeln und weder teure Filialnetze noch zahlreiche Mitarbeiter unterhalten. Die resultierende Kostenersparnis können die Banken anschließend an ihre Kunden weitergeben. Somit sind Tagesgeldkonten bei Direktbanken grundsätzlich kostenfrei zu erhalten und der Kontoinhaber zahlt weder für die Eröffnung des Tagesgeldkontos Gebühren, noch fallen monatliche Kontoführungsgebühren an. Der Anleger braucht somit auch keine Einbußen bei seiner Rendite hinnehmen, wobei er dennoch bedenken muss, dass für eine entsprechende Rendite grundsätzlich Steuern zu entrichten sind. Dennoch ist bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos Vorsicht geboten, denn der Verbraucher kann zwar durchaus kostenfrei ein solches Konto eröffnen, aber hin und wieder kann es vorkommen, dass er anschließend indirekte Kosten zu tragen hat, welche durch zusätzliche Finanzprodukte entstehen. Dies liegt vor allem daran, dass zu jedem Tagesgeldkonto ein so genanntes Referenzkonto bestehen muss, welches zumeist das Girokonto darstellt. Nicht selten werden kostenfreie Girokonten angeboten, wobei es durchaus vorkommen kann, dass dieses Girokonto nur dann kostenfrei ist, wenn der Kontoinhaber einen gewissen monatlichen Geldeingang zu verzeichnen hat. Ist dem nicht so, müssen üblicherweise Gebühren entrichtet werden, welche sich in der Regel zwischen 4 und 6 Euro monatlich bewegen. Diese Kosten können als indirekte Kosten eines Tagesgeldkontos bezeichnet werden.

Sicherheit des Tagesgeldes

Auch Finanzunternehmen sind nicht davor gefeit, dass sie in eine wirtschaftliche Schieflage geraten können. Damit die Bankkunden dann allerdings nicht ihre gesamten Ersparnisse verlieren, gibt es eine so genannte Einlagensicherung. Dies bedeutet, dass das Kapital der Bankkunden bis zu einer bestimmten Höhe, welche vom Einlagensicherungssystem abhängig ist, sicher ist. In Deutschland gibt es neben der gesetzlichen Einlagensicherung auch die privaten Einlagensicherungsfonds, in welchen sich die verschiedenen Finanzunternehmen zusammengeschlossen haben. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt die Tagesgeldanlage bis zu einer Höhe von 50.000 Euro zu 100 Prozent. Auf diese Weise möchte die Bundesregierung den Anleger bei einer eventuellen Bankpleite bestmöglich schützen. Dank der privaten Systeme fällt die Einlagensicherung deutlich höher aus, denn der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes öffentlicher Banken garantiert einen Schutz des Kapitals in unbegrenzter Höhe zu 100 Prozent. Wer sein Tagesgeldkonto allerdings im Ausland unterhält, sollte risikofreudig sein, vor allem dann, wenn die jeweiligen Banken nicht freiwillig Mitglied in einem der deutschen Sicherungssysteme sind. In diesem Fall unterliegen die Banken der Einlagensicherung ihres Landes, was bedeutet, dass das angelegte Kapital zwischen 20.000 und 100.000 Euro zwar auch abgesichert ist, aber es durchaus kompliziert wird, im Fall einer Bankpleite sein Recht geltend zu machen.

Eröffnung und Verwaltung des Tagesgeldkontos

Prinzipiell kann jeder Verbraucher ohne wirklichen Aufwand ein Tagesgeldkonto bei den zahlreichen Finanzunternehmen eröffnen, wobei es mit hoher Wahrscheinlichkeit am einfachsten ist, wenn der Interessierte bereits im Internet ein entsprechendes Online Formular ausfüllt nachdem er sich für eine Bank entschieden hat. Anschließend bekommt der Verbraucher alle erforderlichen Unterlagen mit der Post von der kontoführenden Bank zugesandt. Weiterhin ist es auch möglich, dass der Verbraucher alle Formulare ausfüllt, ausdruckt und per Post an die jeweilige Bank schickt. Die entsprechende Bank muss sich im Nachgang sicher sein, dass die gemachten Angaben des Antragstellers auch korrekt sind. Aus diesem Grund erfolgt eine Legitimierung des Kontoinhabers über das so genannte PostIdent Verfahren in einer Filiale der Deutschen Post AG. Wenige Tage später bekommt der neue Kontoinhaber dann seine Kontonummer mitgeteilt und erhält weiterhin auch die entsprechenden Zugangsdaten zum Onlinebanking. Prinzipiell können Tagesgeldkonten unkompliziert im Internet verwaltet werden, wobei sich der Kontoinhaber lediglich auf der Homepage der kontoführenden Bank mit seinen Zugangsdaten anmelden muss und anschließend Überweisungen tätigen, den Kontostand abfragen und Zinserträge einsehen kann. Diese Möglichkeit der Kontenverwaltung erlaubt es dem Kontoinhaber, dass er seine Finanzgeschäfte dann abwickelt, wenn ihm hierfür die nötige Zeit bleibt, denn er braucht sich zu keinem Zeitpunkt an Öffnungszeiten eines Bankschalters binden. Nachteilig ist es jedoch, dass der Kontoinhaber keinen persönlichen Ansprechpartner zur Verfügung gestellt bekommt.

Fachbegriff erklärt

Effektiver Jahreszins

Der effektive Jahreszins wird in Prozent angegeben und ermöglicht dem Verbraucher einen objektiven Vergleich der tatsächlich erwirtschafteten Verzinsung.

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